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Prolog

(2010) Als Erik auf dem Boden zusammenbrach und sich
mit aller Kraft am Küchentisch festhielt blickte er seinem
Angreifer direkt in die Augen. Er richtete immer noch die
Waffe auf ihn mit der er mehrere Male auf Erik schoss.
Das Blut lief an ihm herab und tränkte seine Kleidung
dunkelrot. Während er spürte wie sein Sichtfeld dunkler
wurde und alles um ihn verstummte und letztendlich das
Leben ihn verliess schloss er seine Augen. Sein Leben zog
an ihm vorbei. Er dachte an seine Mutter. Und vor allem
waren es die Erfahrungen der letzten Jahre die vor seinem
inneren Auge aufblizten. Die letzten Jahre hatten ihn zu dem Menschen gemacht, der er heute war und der heute starb.
9.10.08 20:43


Kapitel 1 Initium et Conclusio

(2004) Anna Maria Thomas stand in ihrem Wohnzimmer
und blickte wirr umher. Sie suchte auf dem Tisch, dann auf
dem Klavier und schliesslich auf dem Boden. Sie konnte sich
nicht erinnern wohin sie ihre Autoschlüssel zuletzt hingelegt
hatte. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr dass sie spät dran war.
Ich hätte schon vor zehn Minuten los fahren müssen.
Sie hatte ihrem Sohn versprochen ihn von der Schule
abzuholen. Hastig schritt sie zur Küche. Manfred sass am
Tisch, trank einen Kaffee und blickte in die Zeitung. Er legte
sie nieder. Und da sah Anna Maria den Autoschlüssel. Sie
nahm ihn an sich und blickte Manfred an. Obwohl sie sich
verspätet hatte konnte sie sich nicht abwenden. Anna Maria
und Manfred waren schon 20 Jahre verhairatet, doch sie
sprachen in den letzten Jahren nur noch selten miteinander.
Jetzt wo bald ihr enziger Sohn das Haus verlassen würde
musste sich etwas ändern. Sie liebte ihn. Und er liebte sie.
Und doch hatten sie sichauseinandergelebt.
"Anna Maria, wir brauchen..." begann Manfred.
... ein Gespräch....dachte sie sich
"Wir brauchen noch Eier. Könntest du zum Supermarkt
fahren auf dem Rückweg und welche besorgen ?"
"Ja Manfred"
Sie machte sich auf dem Weg zum Auto und fuhr los.
Sie sah nach der Digitaluhr im Wagen 15:35.
Mist, schon 15 Minuten zu spät.
Sie hielt ihren Wagen vor dem Haupteingang des Gymnasiums
und erkannte Erik auf einer Bank. Sein Kopf war gesenkt. Er
stützte ihn auf seiner Handfläche. Dann sah er seine Mutter
und sprang auf. Er setzte sich neben seine Mutter.
Und sie fuhren los.
"Schon wieder zu spät" sagte er
"Es tut mir leid, Erik..."
"Ja das sagst du ständig, aber wirklich auf dich verlassen kann
man sich im Moment nicht. Ich denke nur, dass wenn du es nicht
schaffst rechtzeitig da zu sein, dann solltest du es mir auch nicht
anbieten."
"Erik..."
Es tat ihr leid. Anna Maria wollte etwas sagen, doch sie schwieg.
Auf der Fahrt sahen sich sie sich nicht an. Beide machten sich ihre
eigenen Gedanken um den Tag. Erik blickte aus dem Fenster und
liess sich von der bewegten Landschaft hypnotisieren.
Aufeinmal zuckte er zusammen.
Gleich passiert etwas schlimmes
Seine Augen waren weit aufgerissen. Er sah zu seiner Mutter.
Sie konzentrierte sich auf die Strasse. Sie fuhren eine Alee entlang
und Erik konnte nichts Aussergeöhnliches ausmachen.
Er beruhigte sich wieder.
Viel zu spät machte Anna Maria den roten Kleinwagen aus, der
von der anderen Fahrbahn abkam und auf sie zu raste. Erik sah
das Auto als es auf Kollisionskurs mit ihnen war und nur noch
zehn Meter entfernt war. Im letzten Moment drehte Anna Maria
das Lenkrad so schnell sie konnte herum. Das Auto traf sie auf
der Fahrerseite, bevor es durch die grosse Aufprallwucht zum stehen
kam. Sie schleuderten sofort auf der Strasse und Anna Maria verlor
die Kontrolle. Der Wagen drehte sich und traf dabei noch ein drittes
Fahrzeug bevor alles zum stehen kam.
9.10.08 20:47


Kapitel 2 Wiedergeburt

Das letzte was Erik sah war das Auto dass auf ihn und seine
Mutter zu fuhr. Sie wären jeden Moment aufeinander
geprallt doch da hören seine Erinnerungen auf. Es folgte
eine dumpfe Dunkelheit. Nichts weiter. Er spürte keine
Schmerzen und er hatte keine Angst. Doch dann vernahm
er ein Rauschen. Er konnte nicht ausmachen ob er ein
Rauschen sah oder hörte doch er vernahm etwas von aussen.
Er versuchte die Augen zu öffnen. Doch er konnte sie lediglich
einen schlitz weit öffnen. Er erkannte zwei Gestalten vor sich.
Eine sass neben ihm. Die andere stand am Fenster und Erik
selbst lag auf einem Bett. Er wollte was sagen doch seine
Kehle war zu trocken und er brachte nur ein Stöhnen heraus.
"Erik !!!" er erkannte Sebastian an seiner Stimme.
"Schnell Lisa, ruf eine Krankenschwester oder einen Arzt !"
Lisa Blickte überrascht zu Erik und
rannte dann aus dem Zimmer.
"Ich... b-bin im..." Erik bemühte sich zu sprechen.
"Du bist im Krankenhaus. Deine Mutter und du ihr
hattet einen Unfall."
"W-wie... lange ?"
"Seit drei Wochen liegst du nun hier. Die Ärzte hatten nicht
damit gerechnet, dass du so bald wieder wach bist. Man,
ich bin so froh dass wir dich besuchen gekommen sind.
Du hast wohl einen ordentlichen Dickschädel und eine gute
Portion Glück, denn du hast einen ziemlich harten Schlag
auf den Hinterkopf bekommen..."
"Wo ist... Mama ?"
Sebastian verstummte zunächst und sein Blick verhärtete sich
"Später, erhol dich erstmal..."
Erik war benommen, doch er wusste bescheid.
Sie ist tot
Von der Polizei und den Ärzten erfuhr er dass es sich beim
entgegenkommenden Fahrer um einen Mann handelte,
den er nicht kannte. Christoph Abel. Er war 53 Jahre alt
und seinen Akte zeigte, dass er seit seiner Kindheit
an Epilepsie litt. Durch den Unfall wurde er schwer verletzt
und die Ärzte können nicht sagen ob er jemals wieder aus
dem Koma erwachen wird um ihn zu den genaueren Umständen
des Zusammenstosses zu befragen. Man vermutete, dass
Abel einen Anfall während der Autofahrt erlitt und so die
Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Es sollte sich später
rausstellen dass sie sich irrten. Der Mann hätte sich nie
an das Steuer eines Autos setzen dürfen mit seiner
Krankheit, dachte sich Erik. Obwohl er es wusste brach
Erik in Tränen aus als der Arzt ihn persönlich vom Tod
seiner Mutter in Kenntnis setzte. Der Blick des Arztes
blieb nüchtern. Sebastian war bei ihm und er war
erleichtert einen Freund bei sich zu haben.
"Die meisten ihrer Verletzungen sind mittlerweile
gut verheilt..." stellte der Arzt fest.
"...die meisten ?" fragte Erik.
"Sie sind mit einer massiven Fraktur an ihrem Schädel
eingeliefert wurden. Sie mussten sofort operiert werden.
Röntgenaufnahmen zeigten Läsionen an ihrem Schläfenlappen.
Der Schaden ist lokal begrenzt auf einem kleinen Bereich im
medialen Teil des Schläfenlappens... dem Hippocampus.
Er ist irreperabel." der Arzt machte eine kurze Pause
"Und was heisst das nun für mich ?" fragte Erik
Der Arzt fuhr fort
"In der Hirnregion, die beschädigt wurde, wird unter anderem
ihr Gedächtnis gespeichert. Es kann Grundsätzlich zu
Störungen von Gedächtnis und anderen kognitiven Funktionen
kommen. In ihrem Fall kann es speziell zu dissozativen Störungen
kommen. Wir unterscheiden da drei verschiedene Phänomene
bzw. Krankheitstypen die sowohl einzeln als auch in Kombination
auftreten können..."
Sebastian unterbrach ihn
"Sie sehen Erik hat es schwer genug gehabt. Bitte erklären
sie uns relativ einfach was Erik hat !"
Der Arzt überlegte kurz und sagte zu Erik
"Nun gut, Herr Thomas. Bei den ersten beiden Krankheitstypen
handelt es sich um dissoziative Amnesie und Fugue, bei der es
vorkommt dass sie wichtige Ereignisse, Orte aber auch Personen
vergessen können."
"Sie sagten es gibt drei Krankheitstypen."
"Bei dem letzten Typus handelt es sich um eine multiple
Persönlichkeitstörung."
Erik erstarte
"Ich möchte ihnen klar machen dass es durchaus zu diesen
Krankheiten kommen kann. Keiner kann aber mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit vorhersagen was passieren
wird. Meine Empfehlung, Herr Thomas. Lassen sie sich
regelmässig untersuchen. Am Wahrscheinlichsten ist,
dass sie keine psychischen Schäden davontragen. "
Der Arzt lächelte und wollte nur Zuversicht vermitteln.
Doch Erik dachte in diesem Augenblick an seine Mutter.
9.10.08 22:52


Kapitel 3 Sebastian

erscheint bald...
9.10.08 22:53





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