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Kapitel 1 Initium et Conclusio

(2004) Anna Maria Thomas stand in ihrem Wohnzimmer
und blickte wirr umher. Sie suchte auf dem Tisch, dann auf
dem Klavier und schliesslich auf dem Boden. Sie konnte sich
nicht erinnern wohin sie ihre Autoschlüssel zuletzt hingelegt
hatte. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr dass sie spät dran war.
Ich hätte schon vor zehn Minuten los fahren müssen.
Sie hatte ihrem Sohn versprochen ihn von der Schule
abzuholen. Hastig schritt sie zur Küche. Manfred sass am
Tisch, trank einen Kaffee und blickte in die Zeitung. Er legte
sie nieder. Und da sah Anna Maria den Autoschlüssel. Sie
nahm ihn an sich und blickte Manfred an. Obwohl sie sich
verspätet hatte konnte sie sich nicht abwenden. Anna Maria
und Manfred waren schon 20 Jahre verhairatet, doch sie
sprachen in den letzten Jahren nur noch selten miteinander.
Jetzt wo bald ihr enziger Sohn das Haus verlassen würde
musste sich etwas ändern. Sie liebte ihn. Und er liebte sie.
Und doch hatten sie sichauseinandergelebt.
"Anna Maria, wir brauchen..." begann Manfred.
... ein Gespräch....dachte sie sich
"Wir brauchen noch Eier. Könntest du zum Supermarkt
fahren auf dem Rückweg und welche besorgen ?"
"Ja Manfred"
Sie machte sich auf dem Weg zum Auto und fuhr los.
Sie sah nach der Digitaluhr im Wagen 15:35.
Mist, schon 15 Minuten zu spät.
Sie hielt ihren Wagen vor dem Haupteingang des Gymnasiums
und erkannte Erik auf einer Bank. Sein Kopf war gesenkt. Er
stützte ihn auf seiner Handfläche. Dann sah er seine Mutter
und sprang auf. Er setzte sich neben seine Mutter.
Und sie fuhren los.
"Schon wieder zu spät" sagte er
"Es tut mir leid, Erik..."
"Ja das sagst du ständig, aber wirklich auf dich verlassen kann
man sich im Moment nicht. Ich denke nur, dass wenn du es nicht
schaffst rechtzeitig da zu sein, dann solltest du es mir auch nicht
anbieten."
"Erik..."
Es tat ihr leid. Anna Maria wollte etwas sagen, doch sie schwieg.
Auf der Fahrt sahen sich sie sich nicht an. Beide machten sich ihre
eigenen Gedanken um den Tag. Erik blickte aus dem Fenster und
liess sich von der bewegten Landschaft hypnotisieren.
Aufeinmal zuckte er zusammen.
Gleich passiert etwas schlimmes
Seine Augen waren weit aufgerissen. Er sah zu seiner Mutter.
Sie konzentrierte sich auf die Strasse. Sie fuhren eine Alee entlang
und Erik konnte nichts Aussergeöhnliches ausmachen.
Er beruhigte sich wieder.
Viel zu spät machte Anna Maria den roten Kleinwagen aus, der
von der anderen Fahrbahn abkam und auf sie zu raste. Erik sah
das Auto als es auf Kollisionskurs mit ihnen war und nur noch
zehn Meter entfernt war. Im letzten Moment drehte Anna Maria
das Lenkrad so schnell sie konnte herum. Das Auto traf sie auf
der Fahrerseite, bevor es durch die grosse Aufprallwucht zum stehen
kam. Sie schleuderten sofort auf der Strasse und Anna Maria verlor
die Kontrolle. Der Wagen drehte sich und traf dabei noch ein drittes
Fahrzeug bevor alles zum stehen kam.
9.10.08 20:47
 


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